Brillengläser: Der einfache Ratgeber
Kunststoff vs. Mineralglas — Früher waren Gläser aus Glas. Heute nutzt fast jeder Kunststoff — leichter und bruchfest bei Stürzen.
Weitsichtig vs. kurzsichtig — Was ist der Unterschied?
Weitsichtig? Die Gläser sind in der Mitte dicker. Die Refraktion hat ein Plus (z. B. +2,00).
Kurzsichtig? Die Gläser sind am Rand dicker. Die Refraktion hat ein Minus (z. B. -2,00).
Glasarten — Was brauchen Sie?
Einstärker – Einfach, günstig. Korrigiert entweder Nah- ODER Fernsehen, nicht beides.
Bifokal – Zwei Refraktionen in einem Glas: Ferne oben, Lesen unten. Meist mit sichtbarer Linie.
Trifokal – Drei Bereiche: Ferne, Armeslänge (Computer, Armaturenbrett) und Lesen.
Gleitsicht – Wie Bifokal/Trifokal, aber ohne Linie; Übergänge sind weicher. Nachteil: kleinere Sehzone pro Entfernung.
Polycarbonat/Trivex – Robust und leicht. Ideal für Sport oder aktive Kinder. UV-Schutz inklusive.
Hochindex – Dünner und leichter, besonders bei starker Refraktion.
Asphärisch – Flachere, dünnere Gläser ohne Vergrößerungseffekt. Schärferes Sehen seitlich.
Computer-/Blaulichtgläser – Weniger Augenbelastung und Kopfschmerzen durch Bildschirme. Mit oder ohne Refraktion.
Phototrop (Transitions) – Klar innen, Sonnenbrille draußen. Ein Paar weniger zum Mitnehmen.
Polarisiert – Weniger Blendung auf Wasser, Schnee und Straßen. Ideal zum Fahren.
Warum Hochindex so beliebt ist — Bei starker Refraktion werden Standardgläser schnell dick und schwer. Hochindex bündelt Licht effizienter — gleiche Korrektur, dünneres, leichteres Glas. Besonders wichtig bei starker Weitsichtigkeit.
Hochindex gibt es in fast allen Varianten: aspherisch, Gleitsicht, Polycarbonat, phototrop oder polarisiert.
Sinnvolle Add-ons (Beschichtungen)
Kratzfest – Längere Haltbarkeit.
Entspiegelung – Keine störende Blendung oder Halo-Effekte bei Nacht.
UV-Schutz – Schutz vor schädlicher Strahlung.
Warum sind Hochindex-Gläser dünner? Am Material. Standard-Kunststoff hat Index 1,50. Hochindex reicht von 1,53 bis 1,74 — je höher, desto dünner. Ein 1,74-Glas kann bei gleicher Refraktion bis zu 50 % dünner sein.
Welches Glas passt zu Ihnen? Bringen Sie Ihre aktuelle Refraktion zum Optiker — das ist der Startpunkt. Dann Lifestyle: Viel Bildschirm? Sport? Autofahren? Das führt zur richtigen Kombination aus Glasart und Beschichtung.